Das Johannes-Kepler-Gymnasium, einst in Gablenz, dem heutigen Bürgerpark, ansässig, nun auf dem Sonnenberg, trägt den Namen des Astronomen. Vielen noch aus der Schulzeit bekannt mit den keplerschen Gesetzen der Planetenbewegung.
Kepler, vor über 450 Jahren in Baden-Württemberg geboren, zog es für zwölf Jahre nach Prag. Als Mathematiker trat er die Nachfolge von Tycho Brahe am Kaiserhof von Rudolf II. des Heiligen Römischen Reiches an. Als kurzsichtiger Astronom konnte er wenig mit eigenen Beobachtungen des Sternenhimmels arbeiten, sondern nahm die umfangreichen Daten seiner Vorgänger auf.
Aus diesen konnte er die nach ihm benannten drei Gesetzmäßigkeiten ableiten. Na, wer weiß sie noch?
Nach Prag kommt man bequem mit dem Flixbus. Während des Kulturhauptstadtjahres war noch eine zusätzliche Linie des VMS verfügbar. Okay – Busreisen sind auch anstrengend, vor allem, wenn man eine siebenköpfige, schon angeheiterte Frauengruppe mit Rotkäppchen im Gepäck dabeihat. Kopfhörer mitnehmen!!!
Einstieg 10 Uhr am Fernbusterminal auf der Dresdner Straße und nach nur drei Stunden steht man im Zentrum der „Stadt der hundert Türme“.
Die Hotellandschaft um den Hauptbahnhof bzw. den Fernbusterminal ist recht dicht. Schnell ist ein Hotel gebucht. Geld umtauschen braucht man nicht unbedingt, da zum einen der Euro fast überall angenommen wird oder man mit EC- und Kreditkarte zahlen kann.
Die Altstadt ist unglaublich schön. Egal, in welche Richtung man läuft, man kann die Bauwut der Architekten nur bewundern. Hier kann man Tage verbringen und staunen. Oder am besten mehrmals kommen, zu unterschiedlichen Jahreszeiten – vom Frühlingsmarathon bis zu den Weihnachtsmärkten – hier ist immer was los. Prag sollte man zu Fuß erkunden, da Parkplätze Mangelware sind. Man kann bequem den öffentlichen Nahverkehr nutzen – das machen aber auch viele Einheimische. Auf einigen Linien sieht man die auch bei uns so lange das Stadtbild prägenden roten Tatra-Bahnen fahren.

Ein Muss ist natürlich die aus dem 14. Jahrhundert stammende Karlsbrücke über die Moldau. Vor 50 Jahren wurde die Brücke umfangreich saniert und ist heute der Besuchermagnet schlechthin. Prag bietet für jeden gastronomischen Geschmack etwas – ja, auch Döner sind neben den Fast-Food-Riesen zu finden. In den Nebenstraßen gibt es eine große Auswahl bezahlbarer Restaurants und Bars. Aber auch hohe Geldsummen kann man in Prag relativ schnell ausgeben.
Im einstigen jüdischen Viertel dürfte so gut wie jede bekannte Modemarke und jeder Schmuckdesigner ein Schaufenster haben. Wer schon einmal in Paris war, kommt hier schnell klar.
Fernweh geweckt? Dann eingecheckt.
