Heute kommt eine etwas kuriose Geschichte in unsere Zeitung.
Horst Hartmann (1939–2024), vielen Chemnitzern noch als Gestalter des Brunnens vor dem Klinikum bekannt, war Industriedesigner in der DDR und hat auch einen stapelbaren Kanister entworfen.
Die Künstler Wolfgang Binder und Bettina Güldner konnten Hartmann noch persönlich kennenlernen und zeigen sich bis heute begeistert von seinen Arbeiten.
Um das Wirken Horst Hartmanns stärker zu würdigen, werden nun möglichst viele sogenannte Kreuzstapelkanister aus der Produktionszeit ab 1967 gesucht. Die Kanister, die Hartmann zusammen mit seinem damaligen Partner Dieter von Amende entworfen und vom Preßwerk Tambach (Preta) bis nach der Wende hergestellt wurden, werden zu einer Kunstinstallation gestapelt.
Der Kanister läßt sich durch seine besondere Form horizontal und vertikal bündig und platzsparend aufstellen und stapeln. Es gibt ihn in 3 Größen: 5, 10 und 25 Liter.
Wer hat im Keller, in der Garage, im Schuppen, in der Gartenlaube, auf dem Dachboden oder an sonstigen Orten noch solche Kanister ?, als Spende oder Leihgabe, der Zustand spielt dabei zunächst eine untergeordnete Rolle.
Als Ansprechpartnerin steht
Manuela Sandt (0162 315 5054)
zur Verfügung und nimmt die Kanister entgegen.
In der Stadt der „3000 Garagen“ dürfte sich doch noch der eine oder andere Kanister auftreiben lassen. Alle Spender und Verleiher sind zur Eröffnung der Kunstinstallation eingeladen.
www.kreuzstapelkanister.de
Abb: Kreuzstapelkanister, Horst Hartmann/Dieter von Amende,VEB Preßwerk Tambach-Dietharz, 1967/68; Foto: W. Binder